Paolo Stolfo

Journey Economics

Der teuerste Ort einer Retailbank steht in keinem Organigramm — und in keinem Budget.

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Wo das Geld wirklich liegt — nicht zwischen Kanälen, sondern zwischen Disziplinen

Ein Kunde ruft an, weil eine Zahlung nicht durchgegangen ist. Der Mitarbeiter im Support löst das Problem in vier Minuten. Der Kunde legt auf, erleichtert. In genau diesem Moment ist er für ein Angebot offener, als ihn kaum eine Kampagne des Quartals trifft. Niemand nutzt ihn. Der Mitarbeiter wird an der Bearbeitungszeit gemessen, nicht am Abschluss. Der Vertrieb erfährt von diesem Anruf nichts. Dazwischen liegt ein Übergang, der in keinem Organigramm steht und zu keinem Budget gehört.

Dieser Übergang ist die Naht. Und er ist der teuerste Ort Ihrer Bank.

Worum es in diesem Paper geht

Seit Jahren diskutieren Schweizer Retailbanken die falsche Achse: Filiale oder Digital, Kosten oder Wachstum, Beratung oder Selbstbedienung. Der Kunde erlebt davon nichts. Er erlebt eine Journey — und die Bank betreibt Kanäle. Am teuersten ist nicht der schwache Kanal. Am teuersten ist der Übergang zwischen zwei Kanälen, für den sich niemand verantwortlich fühlt, weil die Bank Support als Kostenstelle führt und Vertrieb als Profitcenter. Das Paper zeigt, warum dieser Zustand kein Führungsversagen ist, sondern das vorhersehbare Ergebnis von Anreizen. Und es zeigt, was sich ändern lässt, ohne die Organisation umzubauen.

Was Sie darin finden

Eine Zahl verspricht das Paper nicht. Es rechnet vor, in welcher Grössenordnung sich der Effekt bewegt — als Modell für eine Bank mit 200’000 Kunden, mit offengelegtem Rechengerüst und markierten Annahmen. Kein ROI-Versprechen, sondern eine Grössenordnung, die Sie selbst nachrechnen können.

Drei Ebenen statt einer Zahl. Ein verteidigbarer Boden aus vermeidbaren Kosten und entgangenem Cross-Sell. Ein wiederkehrender Effekt aus erodierendem Anteil an der Kundenbeziehung. Und ein strategischer Horizont — der Hauptbank-Status —, der sich nicht beziffern lässt und die Ökonomie der nächsten zehn Jahre dennoch mitprägt. Dazu die Compliance-Frage, zweistufig geprüft: Hält das FIDLEG stand, wenn Support-Kontext Vertriebssignale liefert? Erste Stufe: Handelt es sich um ein Finanzinstrument? Zweite Stufe: Liegt eine persönliche Empfehlung vor? Dazu die Zweckbindung nach DSG. Keine Rechtsberatung, aber die Struktur des Einwands, den Ihre Legal-Abteilung erfahrungsgemäss zuerst bringt.

Was trägt und was nicht. Die Service-to-Sales-Mechanik ist belegt. Der Service Recovery Paradox — die Idee, ein gut gelöstes Problem mache den Kunden loyaler als zuvor — hält der Prüfung nur halb stand. Beides steht im Paper, mit Quelle. Ein Test für Ihr Führungsmeeting: fünf Fragen, zwanzig Minuten, und Sie wissen, ob Ihre Organisation die Naht überhaupt sehen kann. Und im Anhang ein Planungsmodell für alle, die die Rechnung selbst nachvollziehen oder auf ihre eigenen Zahlen anwenden wollen.

Für wen

CEO, CFO und COO im Schweizer Retail-Banking. Und alle, die zwischen Support und Vertrieb entscheiden müssen, ohne für beides zuständig zu sein.

Zum Autor

Paolo Stolfo verantwortet als Lead Product Design & UX die E-Banking-Plattform der Migros Bank. Über zehn Jahre in digitalen Finanzprodukten, Master in Human-Computer Interaction und Buchautor. Er arbeitet an der Schnittstelle von Behavioral Economics, Entscheidungsarchitektur und FinTech-Strategie.

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29 Seiten, deutsch, PDF. Direkter Download, keine Anmeldung, keine E-Mail nötig.

 

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